Krakau – Tourismus | Tourist-Information – Krakau, Polen |

Kraków

Wahrscheinlich die schönste und faszinierendste Stadt Polens. Nicht nur die prächtige Architektur und die Kunstschätze, die an die Zeit erinnern, als Krakau eine königliche Hauptstadt war, sondern auch das einzigartige Ambiente des ehemaligen jüdischen Viertels und die Meisterwerke des polnischen Jugendstils machen den Reiz aus. So alt und schön Krakau auch ist, es beschränkt sich nicht auf seine Denkmäler und Museen. Dank einer erstaunlichen Dichte und Vielfalt an Bars, Kneipen, Clubs und Restaurants sprüht Krakau vor Leben. Es hat keinen Sinn, nur über die Sehenswürdigkeiten zu sprechen – jeder sollte Krakau mit eigenen Augen sehen.

Krakau Tourismus

Hauptmarkt in KrakauKrakau ist mit über 755.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Polens. Obwohl sie seit 1596 keine Hauptstadt mehr ist, spielt sie immer noch die Rolle eines kulturellen Zentrums für Polen. Glücklicherweise blieb sie im Zweiten Weltkrieg von größeren Kämpfen und Bombardierungen verschont und ist auch nach fünfzig Jahren kommunistischer Herrschaft, in denen außerhalb des Stadtzentrums Wohnblocks aus Beton gebaut wurden, nahezu unversehrt geblieben.

Krakau ist auch eine bedeutende akademische Stadt, die für ihre alte Universität von beständigem und anhaltendem Ruf bekannt ist. Vor allem aber ist die Stadt als beliebtestes Touristenziel Polens bekannt, wobei das ehemalige Königsschloss Wawel zu den Hauptattraktionen zählt. Die meisten Denkmäler befinden sich in der Altstadt, die von dem ringförmigen Park „Planty“ eingerahmt wird. Im Zentrum der Altstadt befindet sich der größte Marktplatz Europas mit der Sukiennice“ (Tuchhalle) aus dem 14. Jahrhundert, einem der bekanntesten Wahrzeichen Krakaus. Jahrhundert und eines der bekanntesten Wahrzeichen Krakaus. Die charmante und ausgelassene Atmosphäre der Stadt zieht zu jeder Jahreszeit Besucher an.

Wo liegt Krakau?

Krakau liegt in einem Tal, das von der Weichsel gebildet wird. Im Mittelalter hatte sie viele Arme und einige Stadtteile waren Inseln, darunter Wawel, Skalka und Kleparz. Heute fließt der Fluss in einem Hauptkanal, und die ehemaligen Inseln sind nur noch ein Teil der Stadt. Der älteste Teil Krakaus liegt am nördlichen (linken) Ufer des Flusses.

Krakau ist die Hauptstadt von Kleinpolen (Malopolska), einer Woiwodschaft Polens, die sich bis zur südlichen Grenze Polens erstreckt. Die Region ist ein beliebtes Touristenziel, und neben dem prächtigen Krakau können auch Zakopane, Wieliczka, Krynica, Niedzica und Oswiecim besucht werden. Zakopane liegt in der Tatra (dem höchsten Gebirge Polens), aber auch die Pieninen und Beskiden stehen zur Auswahl.

Geschichte Krakaus

KrakauDie erste schriftliche Erwähnung Krakaus stammt von einem jüdischen Kaufmann aus Cordoba, der die bereits gegründete Stadt im Jahr 965 besuchte. Die Legende besagt, dass der Gründer der Stadt Krak hieß und glücklich regierte, bis ein schrecklicher Drache auftauchte und in die Höhle unter den Hängen des Wawelbergs einzog. Das Untier wurde schließlich von einem klugen Schuster, Szewczyk Dratewka, besiegt. Noch heute steht die Figur des Drachen vor seiner Höhle, während ein noch sichtbarer Hügel an den ersten Herrscher erinnert.

Die günstige Lage am Knotenpunkt mehrerer Handelsstraßen trug zur raschen Entwicklung der Stadt bei. Im Jahr 1000 wurde Krakau zum Sitz eines Bistums und 1038 zur Hauptstadt des ganzen Landes. Im 13. Jahrhundert wurde Krakau von den Tataren eingenommen, die die damalige Holzstadt zerstörten. Sie wurde bald wieder aufgebaut, und noch heute ähnelt das heutige Straßenbild dem der Stadt aus dem 13. Jahrhundert.

Die guten Zeiten für Krakau begannen im 14. Jahrhundert während der Herrschaft von Kasimir dem Großen, einem Mäzen von Kunst und Gelehrsamkeit. 1364 wurde in der Stadt eine Akademie gegründet, die zweite derartige Universität in Mitteleuropa. Ihre größte Entwicklung erlebte die Stadt im 16. Jahrhundert, vor allem unter den Königen Sigismund dem Alten und seinem Sohn Sigismund August.

Die nächsten Jahrhunderte waren von großen Veränderungen geprägt – die Hauptstadt wurde nach Warschau verlegt, Krakau wurde von den Schweden geplündert und zweimal zerstört und schließlich wurde dieser Teil Polens als Teil Österreichs abgetrennt. Im Vergleich zur russischen und preußischen Besetzung der anderen Teile Polens war die Herrschaft der Habsburger am wenigsten bedrückend, und 1866 erhielt die gesamte Region eine gewisse Autonomie. Das Ende des 19. Jahrhunderts war eine Zeit der kulturellen, intellektuellen und künstlerischen Entwicklung in Krakau, das zur geistigen Hauptstadt eines nicht existierenden Landes wurde. Es war kein Zufall, dass Krakau im folgenden Jahrhundert die polnischen Legionen unter Pilsudski hervorbrachte.

Nach einer kurzen Zeit der Unabhängigkeit besetzten die Nazis Krakau und es wurde die Hauptstadt des Generalgouvernements. Der Gouverneur beschloss, 183 Professoren der Jagiellonen-Universität zu verhaften und in die Todeslager zu deportieren, um Hitlers Absicht, die polnische Intelligenz auszuschalten, nachzukommen. Im Bezirk Podgorze wurde ein Ghetto eingerichtet, das 1943 aufgelöst wurde, und die überlebenden Bewohner wurden in das Lager Plaszow oder nach Auschwitz geschickt. Glücklicherweise zerstörten die Deutschen die Stadt nicht, so dass die Altstadt bis heute erhalten geblieben ist.

Schloss Wawel in KrakauNach dem Krieg wurde Krakau zum Zentrum einer nichtkommunistischen und katholischen Bewegung. Daran änderte auch der Bau eines Stahlwerks in Nowa Huta bei Krakau (heute ein Stadtteil) nichts, das den religiösen Rahmen der Stadt sprengen sollte. Es hatte jedoch eine andere, unvorhergesehene Auswirkung: Die durch das Werk verursachte Umweltverschmutzung schadete vielen Denkmälern in Krakau. Seit 1989 wird Krakau intensiv renoviert und gilt heute als eine der schönsten und interessantesten Städte Polens.

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